Zodiac – Die Spur des Killers (2007) von David Fincher

Gegen über 2000 Männer wurde seit dem ersten Auftritt des Zodiac Killers ermittelt. Man kann sich nur schwer in die damalige Zeit hineinversetzen, wie hilflos man sich aufgrund eines Menschen vorkommen musste, wieviel Angst man vielleicht auch hatte.

Zodiac, als filmische Reminiszenz, ist an manchen Stellen nahezu dokumentarisch. David Fincher geht nicht den Weg des Zugangs über einen einzelnen Darsteller, sondern inszeniert die Ermittlung sowie den journalistischen Eifer. Eine irre und nahezu unvorstellbare Jagd auf den Killer, die so ruhig abgehandelt wird, als koche man sich morgens den ersten Kaffee, nimmt so gemächlich ihren Lauf. Der einsetzende Verfall der Neugierigen ist hierbei gegenläufig zur Aufklärung. Immer neue Hinweise, bringen weniger oder widersprüchlichere Erkenntnisse. Existenzen gehen zu Grunde, weil sie die Hilflosigkeit nicht akzeptieren können, lösen sich in sich selbst auf, wie sich auch die Greifbarkeit des Verdachts langsam auflöst. Die Neugierigen folgen hier nur der Spur, nie aber dem Killer. Eine Spur, die sich (wie der Film leider auch) hinzieht.

Erscheinungsjahr: 2007

Regisseur: David Fincher

Drehbuch: James Vanderbilt

Schauspieler: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey Jr., Brian Cox, John Carroll Lynch, Chloë Sivigny, Dermot Mulroney, Ed Setrakian

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