La Zona (2007) von Rodrigo Plá

Jugendliche vertreiben sich die Zeit in den Slums von Mexico-City, während eine große Werbetafel umfällt. Genau auf ein „barrio cerrado“, eine geschlossene Wohlstandssiedlung, namens „La Zona“. Es entsteht eine Lücke, über der drei Jungs in die Siedlung kommen, um zu stehlen. Es soll eine folgenschwere Nacht für alle werden. Denn hier wird selbst Hand angelegt. Mittels eines Abkommens sichern sich die reichen Bewohner La Zonas weitestgehend Eigenständigkeit zu, welche sie mit Hilfe eines gewählten Gremiums durchsetzen. Dafür finanzieren sie im Gegenzug die eine oder andere Einrichtung, wie zum Beispiel die Polizei. Im Hintergrund hängen die Slums wie ein Mahnmal über der Siedlung, um alle daran zu erinnern, warum sie sich verschließen. Verderbliche Einflüsse, Kriminalität und Armut haben in dieser Siedlung nicht mal eine Nische.

Rodrigo Plá inszeniert eine vor Angst und Hass triefende Sozialstudie über Menschen, die sich voneinander separiert haben, sowohl im Wohlstand, als auch im sozialen Gefüge, aber vor allem in der Auslegung von Recht und Ordnung. Die unkontrollierbare Angst und Unsicherheit kann man in dieser Siedlung förmlich riechen. Der Dialog scheint zwischendrin verloren gegangen zu sein. Man sieht Menschen, die jegliches Vertrauen in andere Menschen verloren haben, Menschen, die sich nur noch auf sich selbst verlassen, Menschen, die nicht sehen wollen, dass Gesellschaft auch größer gedacht wird. Ein Bild, welches nicht nur in Südamerika, sondern in der einen oder anderen Form überall präsent ist. Sehenswert.

Advertisements