Liebster Award

Ma-Go hat mich für den, für mich noch ominösen Liebster-Award nominiert. Das erste Mal! Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, ist diese Information wichtig. Also erst einmal vielen lieben herzlichen Dank. Die Einladung nehme ich gerne an.

1. Eine Bestsellerverfilmung kommt ins Kino, die du noch nicht kennst. Schaust du lieber den Film, oder liest du lieber das Buch? Oder beides? Und wenn, in welcher Reihenfolge?

Ich würde jetzt gern ein Prinzip bestätigen und sagen: Natürlich lese ich immer zuerst. Aber ehrlich, wer hat diese Zeit heute noch, sich beides zu genehmigen. Der Normalfall ist also, dass ich den Film sehe und eventuell das Buch dazu kenne. Es gibt aber natürlich Ausnahmen.

2. Von welchem/r Schauspieler/in würdest du dir ungeachtet des Inhalts wahrscheinlich jeden Film anschauen?

Uneingeschränkt kann man meiner Meinung nach alles mit Michael Fassbender sehen. Bei den Frauen wären es Natalie Portmann und Maggie Smith. Aber auch andere Größen wie Nina Hoss, Marion Cotillard, Edward Norton, Emma Stone und noch viele, viele andere.

3. In welcher Figur aus der Filmgeschichte erkennst du dich am ehesten wieder?

Diese Frage fällt mir äußerst schwer. Es setzt ja voraus, dass man sich selbst so gut kennt, um von dieser Kenntnis eine Außenwahrnehmung abzuleiten, die man dann wieder selbst verstehen muss… Versteht mich jemand?^^ Dann vielleicht Alf. Immer das Gefühl auf dem falschen Planeten zu leben. Liebt Katzen. Treibt dabei andere in den Wahnsinn. Nicht so behaart allerdings…

4. Früher Cowboys, Monster und Aliens – heute handelt gefühlt jeder zweite Film von einem Comic-Helden. Was könnte der nächste große Trend werden, wenn Spider Man und Co. irgendwann wieder in der Marvel-Kiste verschwinden?

Das Vermischen von Film-Genres und mehr Hinwendung zum visuellen Erlebnis. Alles ist erzählt, alles ist gezeigt. Jetzt kann es nur noch in sich verbogen werden.

5. Ebenfalls angesagt sind Reboots und Re-Makes. Welcher Klassiker sollte dringend noch mal aufgewärmt werden?

Von mir aus gar keine. Ich brauche das nicht. Die wirklich guten, kann man an einer Hand abzählen und die anderen schaffen es nicht mal, nostalgische Gefühle herzustellen, sondern einem das Original auch noch zu verleiden.

6. Was war der beste Film den du in den letzten, sagen wir mal 3 Jahren gesehen hast?

Da muss ich mogeln. Er kam eher raus, aber ich habe ihn etwas später gesehen. Wann, weiß ich allerdings nicht mehr so genau.

Melancholia von Lars von Trier.

Lars von Trier hat in der Melancholie gebadet, und das mehr als einmal. Das merkt man diesem Film an. Er leitet aber auch eine übernatürliche Schönheit und Stärke daraus ab. Melancholia kann man zu Recht sein Meisterwerk nennen.

Ansonsten Victoria von Sebastian Schipper.

Sebastian Schipper versteht es dem Zuschauer das Gefühl zu geben, dass alles möglich ist. Du muss nur den Fuß in die Nacht setzen und du bist gefangen. Du kannst dich nicht wehren. Du willst es auch nicht.

7. Wo und mit wem schaust du dir am liebsten Filme an?

Am liebsten tatsächlich zu Hause. Kino ist für mich immer noch magisch, aber ich überlege es mir heutzutage zweimal, ob ich das Geld dafür ausgebe. Es ist eher das System dahinter, das mich oftmals abnervt.

8. Welche fünf Filme (inklusive Wiedergabemedium und Stromanschluss) würdest mit auf eine einsame Insel nehmen?

Das ist einfach: Harry Potter 1,2,3,5 und 7, Laptop und Beamer. Vom qualitativen Standpunkt aus, muss ich das natürlich verneinen, aber JK Rowling hat mir ein Stück Kindheit wiedergegeben, die ich auf der Insel nicht missen wollen würde.

9. Wieso sollte man Filme eigentlich im (englischen) Originalton anschauen?

Ich bin keine Verfechterin des Original-Tons, schaue aber gern im Original, um die Atmosphäre zu erfassen. Synchronisation kann auch manchmal ein Segen sein. Ich möchte mich bei manchen nuschelnden Schauspielern nicht durch einen Film arbeiten, nur um danach die Hälfte nicht mitbekommen zu haben, weil man sich auf das Verstehen der Sprache beschränkt hat. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden und vor allem sollte man die Haltung der Anderen respektieren. Wo ist zum Beispiel das Problem, den Film erst mit Synchro zu schauen und dann im Original?

10. Welchen Film, den sonst alle gut finden, findest du so richtig scheiße?

Haha. Schön. John Wick und 300! Ich würde beiden eine 3 von möglichen 10 Punkten geben (John Wick eine 2 und 300 eine 4). Inhaltsleerer Nonsens! Wenn man versucht, über die Form zu erzählen, sollte man dieses auch tun. Beides Ausstellungsstücke.

11. Provokant gefragt: Was soll das eigentlich mit der Blogerei? Hast du kein Leben?

Das ist richtig. Habe ich nicht.

Nein, ehrlich. Mir ist aufgefallen, dass ich Filme mehr konsumiere als verdaue und das hat mir nicht gefallen. Durch das Schreiben muss man sich konkreter damit auseinandersetzen und kann sich mit anderen austauschen. Außerdem hat fast jeder Film eine Essenz inne, die verloren geht, wenn man nicht darüber spricht.

Zum Abschluss: Ich habe nicht das Gefühl, dass weitere Fragen erwünscht sind?! Bitte korrigiert mich ansonsten. 

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14 Gedanken zu “Liebster Award

  1. Thumbs up für „Melancholia“. Von Triers visuelles Meisterwerk. Wunderschön anzusehen. Und auch „Victoria“ mag ich sehr. Es ist hier vor allem diese nächtlich flirrende, leicht zwielichtige Atmosphäre und der Rhythmus der Erzählung, der einen beim Zuschauen gefangen nehmen kann.

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  2. Schöne Antworten. 🙂 Um das Dunkel deines Unwissens zu erhellen: Die Anzahl wie oft du nominiert wurdest ist nicht wichtig. Und eigene Fragen und Nominierungen sind bestimmt erwünscht. Zumindest steht das so in den Regeln. Sorry, dass ich die nicht mit in meinen Beitrag rein gepackt hab. 🙂

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