Dream Home (2010) von Ho-Cheung Pang – Hieb- und stichhaltige Wohnungssuche

Wie jedes Jahr steht der Oktober im Zeichen des Schreckens und des Gruselns. Alle weiteren Informationen zum #Horrorctober könnt ihr hier bei der Cinecouch nachlesen.

Vörred: Was hätte ich mir diesen Film um den Juni rum gewünscht… Es ist ja so, dass man sich auf eine Art Safari begibt, wenn man eine Wohnung sucht. Also früher. Dort, wo man Wild noch gejagt, statt abfotografiert hat. Um eine Wohnung zu erlegen benötigte man spezielle Waffen, wie Vormieterbescheinigungen, Schufa-Auskunft und andere Liquiditätsnachweise. Die etymologische Verwandschaft zu Liquidierung kommt hier nicht von ungefähr, denn es galt „Mitreisende“ gezielt auszuschalten, um sich in der Nahrungskette (hier Wohnstandard) nach oben zu arbeiten.

„Haustiere? Ich? Nein. Natürlich nicht.“

„Ich höre keine Musik. Nie.“

„Parties?“ „Ich habe keine Freunde.“

Man weiß, dass man ganz unten angekommen ist, wenn man sich kurz vor Besichtigungsende rausschleicht, um die erste zu sein, die eine E-Mail an den Makler absendet.

Die Protagonistin aus Dream Home (OT: Wai dor lei ah yut ho) hat da ganz andere Möglichkeiten für sich eröffnet…

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IT OV (2017) von Andy Muschietti – Crazy Clown Time

Vörred: Kommt es nur mir so vor oder werden die Werbebeiträge in den großen Kinos immer länger? Nach gefühlten Stunden (inklusive Vor-Ort-Eisverkauf) begann dann auch endlich der erste Teil der Neuauflage von Stephen Kings ES.

Wie jedes Jahr steht der Oktober im Zeichen des Schreckens und des Gruselns. Alle weiteren Informationen könnt ihr hier bei der Cinecouch nachlesen. Ich habe mir keine Liste im Vorfeld gesetzt (wir wissen ja, wie das endet…) und werde ganz al gusto schauen und/ oder schreiben.

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Seom (2000) von Kim Ki-duk – Am Angelhaken („S“.E.P.T.E.M.B.E.R. #1)

Worum geht es? Zack von Zacksmovie hat dazu aufgerufen, den S.E.P.T.E.M.B.E.R. zu schauen – Buchstabe für Buchstabe. Ich habe lange überlegt, welchen Film ich nehme. An Auswahl mangelte es jedenfalls nicht. Seom von Kim Ki-duk hat es mir am meisten angetan (und das darf man ganz wörtlich nehmen).

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Happiness (2016) von SABU – Der Antrieb unserer Erinnerungen

Vörred: SABU-Filme wurden mir im Vorfeld als sehenswert angekündigt, weshalb ich auch beide, auf dem Nippon-Festival vertretende Filme mitgenommen habe. So ist der Regisseur mit Mr. Long und Happiness gleich zweimal repräsentiert gewesen. 

Döntjes: Happiness für mich -> Ich habe endlich einen zweiten Film für meine Kategorie zweckentfremdet gefunden!

—Milde Spoiler sind enthalten—Weiterlesen »

Wiener Dog (2016) von Todd Solondz – Die Weltanschauung eines wachsenden Geschwürs

Verwirrung nach dem Film: Ist Gelb die richtige Farbe für einen Dackel? Gehört hier wirklich der Dackel an die Leine? Wie viel Dackel für jeden? Was sich existenziell anhört, ist es auch: Wiener Dog fühlt sich an, wie die  leibhaftige Beerdigung im Kinosessel. Mit einem Dackel, der freundlich die Schaufel hält.Weiterlesen »

Ich seh, ich seh (2014) von Veronica Franz und Severin Fiala – Vertrauen bröckelt nicht, es stürzt

© Koch Media/Neue Visionen
© Koch Media/Neue Visionen

Möchte man die Inhaltsangabe auf einen Satz beschränken: Eine frisch operierte Mutter von Zwillingen kommt nach Hause und wird von diesen nicht mehr erkannt. Ganz so einfach ist es mit Ich seh, ich seh jedoch nicht. Ulrich Seidls Mitstreiterin Veronika Franz und Severin Fiala liefern hier ihr weltweit beachtetes Spielfilm-Debüt ab und legen damit nicht nur den Zuschauer lahm.

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