Tatort: Hundstage (2016) von Stephan Wagner

Dortmund, Folge Nr. 973

Der Tatort aus Dortmund entschädigt allemal für Saarbrücken. Das Team um Faber, Bönisch, Dalay und Kossik hat es selten leicht. Mangelnde Wertschätzung und Querelen prägen die Ermittlungen, die teilweise überzeichnet, in diesem Teil aber höchst unterhaltsam waren. Derentwegen und aufgrund des „Diszis“ landet Faber dieses Mal beim Psychologen. Dieser Polizeipsychologe reiht sich auch sofort in die Reihe derer ein, die Faber mal am A…. lecken können, mit viel Luft nach unten oder oben (Peter Lech könnte das Team durchaus bereichern). Um bei den Psychologen zu bleiben: ein Wiedersehen mit Frieda Jung gibt es auch, allerdings spielt ihre Verkörperung dieses Mal die Frau des Mordopfers, mit der Fr. Bönisch noch nicht im Grünen ist. Auch in dieser Familie hängt der Haussegen schon lange schief. Dalay und Kossik verharren in ihren alten Problemen. Faber und Böhnisch erschaffen neue, und Vergangenes wird gleich mitbearbeitet. So baden wir in Konflikten, Ressentiments und Reibereien. Nebenbei wird auch noch ein Mord aufgeklärt.

Die Verknüpfung der aufgeladenen Situation, in der ermittelt wird, gelingt hier deutlich besser, als in den vorigen Fällen dieser Truppe. Viel stimmiger und auch ansprechender präsentiert sich auch die ganze Aufmachung und auch die Glaubwürdigkeit erhält wieder einen Platz, jedenfalls, wenn man das Ende außer Acht lässt.

Advertisements