Tatort: Du gehörst mir (2016) von Roland Suso Richter

Folge 975: Ludwigshafen

In einem Parkhaus finden die getrennt anreisenden Ermittler aus Ludwigshafen, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe) und Johanna Stern (Lisa Bitter), eine männliche Leiche vor. Bodybuilder. Vermutlich steroidabhängig. Überfahren. Dieser steht durch eine DNA-Analyse im Verdacht, ein junges Mädchen vergewaltigt und ins Koma geprügelt zu haben. Vorher schlägt Kopper der Forensik noch ein Schnippchen, indem er an den Tatort pinkelt.

Man muss sich auch nicht weiter am Fall aufhalten, da dieser dank der Ermittlungsarbeit völlig in den Hintergrund gerät. Gezeter, Gejammer, Anfeindungen und ein vermutlich hochgradig abgenervtes Fernsehpublikum wünscht sich nach spätestens 20 Minuten nur noch eines:. Möge diese figürliche Ausgeburt einer Hybris doch endlich ab- und umziehen. Nein, es macht wirklich keinen Spaß mehr. Und dieses Mal ist das besonders schade.

Visuell kommt der Tatort aus Ludwigshafen nämlich ganz stark. Eine wunderbar dichte Atmosphäre wird hier nur durch die Kamera erzeugt, überbelichtete Szenen, als ob die im Koma liegende Marie Rainders (Elisa Afie Agbaglahi) selbst über die Ermittlungen wacht und ihre in smartphone cams getauchte Vergangenheit. Schön. Schade. Schön schade.

Fazit: Überbelichtetes Gewand, unterbelichtete Story!