Tatort: Sternschnuppe (2016) von Michael Riebl

Folge 974, Wien
Joa mei, lustich seins die beiden. Was kommt denn da aus dem schönen Österreich? Nicht viel. Leider. Zwischen sexuellen Vorlieben, dünnen Nummern und VW-Werbung ist ein großes Nichts. Für ein bisschen Erheiterung sorgen die beiden Kommissare Fellner und Eisner, aber auch diese fällt mitunter ins Bodenlose, wie auch das eigentliche Opfer. Ansonsten bietet der Tatort hier alles, was einen kläglichen Tatort ausmacht: Wir haben einen völlig überzogenen, und daher unglaubwürdigen Tathergang, Schmalz, der in doppelter Hinsicht aus den Ohren trieft und die mittlerweile obligatorische Sinnkrise der Kommissare. Der einzige, der an diesem Fall Spaß gehabt haben dürfte, hängt tot an den Seilen, pardon: in den Seilen.

Also: Klischee-Schublade raus und alles herausgekramt! Wolln ma gucken, was sonst noch so drin is:

Abgegriffenes Thema: Nur noch Casting-Show übrig- nehmen wir!
Angedeutetes Techtelmechtel der Kommissare- Warum nicht!
Einseitige Charaktere – Das hat noch immer funktioniert!
Betroffenheits-Maschinerie- gut, dass die noch da war!
Preis für den wirklich dümmsten Titel des Jahres – ist uns schon mal sicher!

Zu guter Letzt die nötige Prise Sozialkritik und Romanze ins Auto, dann kommt auch das wieder auf Touren. Abgesoffen? Nein. Wirklich zu blöd. Der VW Marketing Abteilungsleiter sollte sich schon mal nach einem anderen Posten umsehen.

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