Tatort: Der treue Roy (2016) von Gregor Schnitzler

 

Tatort: Weimar, Folge 984

Der Lederhosen-Schlitzer

Roy Weischlitz (Florian Lukas) ist in 600 Grad heiße Hochofenschlacke gefallen und tot, so zumindest stellt sich der Tatort dar, denn da qualmts noch neben den Knochen. Siegrid Weischlitz (Fritzi Haberlandt), die ihren Bruder schlafend wähnte, kanns gar nicht fassen. Erst der Ärger mit Schmöller und dann das. Karsten Schmöller (Thomas Wodianka ) nämlich, heißt nun Flamingo. Auch Schlacke. Nur das eine Bein. Was darauf folgte, war die Katze. Waschmaschine. Flamingo ist nun Totengräber und Tankstellenbewohner mit einem Hang zum Alkohol. Kumpel und Zuhälter Frank (Sebastian Hülk) und seine tschechisch sprechende Prostituierte Vanessa Fink (Nadine Boske) trieben es indes bunt mit Roy. Denn Roy hatte im Lotto gewonnen. 3 Millionen Zinnsoldaten. Hauptkommissar Lessing (Christian Ulmen) und Hauptkommissarin Dorn (Nora Tschirner) sind derweil mit der Eigenheim-Suche befasst, können aber auch noch Mord nebenbei und auch der Lederhosen-Schlitzer wird endlich gefasst.Hach, wo ist nur der Hochofen, wenn man ihn braucht.

Murmel Clausen und Andreas Pflüger sorgten auch hier für das Drehbuch und damit für einnehmend pointierten und intelligentem Humor und schräge Vögel. Unterstützt durch teils extreme Perspektiven verkommt dieser Tatort zu einem Fest der Absurditäten. Da knallts auch mal im Hintergrund an den Mülltonnen oder Plattenbauten ragen wie Elfenbeintürme nach oben. Kann man mögen, muss man aber nicht. Tschirner und Ulmen scheinen sich erst richtig warmzulaufen und nehmen immer mehr Fahrt auf, genau wie das Team um sie herum. Gregor Schnitzler hat hier ein Händchen fürs Abwegige sowie für sein Team. Nimmt man den Münsteraner Tatort als Maßstab für das Komödiantische, hat er mit diesem Tatort ernste Konkurrenz.

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Der Dackel vor der Flinte

Wenn Opa Weischlitz (Carl Heinz Choynski), seines Zeichen Jäger, mit einem toten Dackel angelaufen kommt, seine Enkelin brüllt, „Der Roy is tot!“, Opa daraufhin antwortet, er habe immer noch Augen wie ein Luchs und Lessing kontert: „Und Ohren wie ein Lachs!“, dann ist man in Weimar angekommen. Den Letzten beißen die Hunde, oder ähm, Spinnen, oder wie war das. Auch Johann Ganser (Matthias Matschke) hats nicht leicht.  Dass die Geschichte völlig aus der Realität entgleitet, rechne ich diesem Tatort hoch an, denn Mut zahlt sich manchmal aus. Hier wirkt nichts bemüht, nichts gestellt, sondern läuft alles wie am Schnürchen. Bierernst hauen die Kommissare hier ein Ding nach dem nächsten raus, und während das beim Tatort aus Sachsen zwar auch ganz schön war (Skript: Ralf Husmann von Stromberg), zieht die Geschichte hier gleich mit. Und das funktioniert dann auch auf allen Ebenen. Mehr davon bitte!

 

Regie:  Gregor Schnitzler

Drehbuch: Murmel Clausen, Andreas Pflüger
Musik: Christopher Bremus
Kamera: Ralf Noack
Schnitt: Kai Schröter

Darsteller: Nora Tschirner, Christian Ulmen, Thorsten Merten, Matthias Matschke, Florian Lukas, Arndt Schwering-Sohnrey, Nadine Boske, Sebastian Kowski, Johann Jürgens, Ralf Finke, Sebastian Hülk, Fritzi Haberlandt, Carl Heinz Choynski, Katrin Wolter, Katrin Jaehne, Thomas Wodianka

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Tatort: Fünf Minuten Himmel von Katrin Gebbe

Event-Tatort Freiburg, Folge 981

Wenn die ARD ankündigt, dass es noch nicht feststeht, ob der Tatort in dieser Konstellation fortgesetzt wird (womöglich in einer anderen Stadt), muss dieser, Murphy’s Law gemäß, sehenswert sein.

Wir befinden uns in Freiburg und blicken auf die schwangere Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch), die ihren Einstand im Freiburger Kommissariat gibt. Kommissariatsleiter Volker Gaus (Holger Kunkel) und Kommissar Hendrik Koch (Max Thommes) empfangen sie badisch. Der Einstand bezieht sich auf den Todesfall Holger Kunath (Michael Moritz), der als Sachbearbeiter im Job-Center nicht nur seinem Job nachgeht. Familie Mai ist auf Kunath angewiesen gewesen, da dieser dafür verantwortlich war, pünktlich die Mietschuld für die Sozialwohnung auszugleichen, was in rechtlicher Konsequenz in einen drohenden Rauswurf mündet. Cornelia (Julika Jenkins) und ihre Tochter Melinda Mai (Rosemarie Röse), die noch den Verlust des Ehemann und Vater betrauern, müssen nun Angst um ihre Bleibe haben, während ihr Nachbar Herr Kunani (Grandios: André Benndorff) mit Aaalen in der Badewanne, bereits die bevorstehende Apokalypse ankündigt. Investor Rüdiger Fest hingegen freut es, da er mit dem Grundstück schon andere Pläne hat. Abseits der Immobilien-Rangelei lässt sich Melinda mit dem Sohn Titus Kunath (Oskar Bökelmann) des Toten ein und zieht sich damit den Zorn seiner Freundin Harriett (Anna-Lena Klenke) zu. Dies wird erst richtig komplex, als Fronten innerhalb der Clique gewechselt werden und der soziale Brennpunkt seinen Abdruck zeigt. Hauptkommissarin Ellen Berlinger trifft nach fünfzehn, in London verbrachten, Jahren wieder auf ihre Mutter Edelgard Berlinger (Angela Winkler), die alles andere als erfreut über die Rückkehr ist. So kämpft in diesem Tatort jeder mit alten Bindungen, die mit voller Härte zuzuschlagen wissen.

Puh, was für Verstrickungen. Solch komplexe Handlungsstränge hat man nicht oft am Sonntagabend. Dieser Tatort folgt zwar einfach dem Verlauf der Ermittlungen, weiß dabei aber eine Geschichte zu erzählen (Skript: Thomas Wendrich), die hängen bleiben dürfte. So bleiben doch einige offene Fragen nach Schluss, die es noch zu beantworten gälte. Regisseurin Katrin Gebbe setzt dabei auf voll auf ihre Schauspieler und weiß diese gut in Szene zu setzen. Heike Makatsch spielt einfach geraderaus und findet eine schöne Balance zwischen beruflichem Durchsetzungsvermögen und ihrer familiären Geschichte. Der Hintergrund dieser Geschichte hat Spuren hinterlassen, und nichts an Wirkung eingebüßt. Die badische Mundart, die ihr aus dem Kommissariat entgegenkommt, lässt sie nur noch fremder und abseitiger wirken, was ihrer Rolle. Über die Kommissarin und ihre Kollegen erfährt man nicht viel, dafür umso mehr über Beteiligten am Mordfall.

Der ein wenig breit angelegte rotzige Jugendsprech hätte an mancher Stelle etwas kürzer treten können, aber alles in allem verkörpern die Schauspieler, vor allem Anna-Lena Klenke und Rosemarie Röse, ihre Rollen emotional nachvollziehbar, was dazu führt, dass die Jugendlichen weitestgehend die vorherrschenden Umstände aufzeigen, atmosphärisch stimmungsvoll und bedrückend. Trauer und Kompromisslosigkeit herrschen in dem Viertel der Jugendlichen, aber auch von außen kommt nicht viel Gutes, sodass Türen nicht nur sinnbildlich verschlossen bleiben.

Freiburg in seiner hässlichsten Seite beeindruckt mit fast schon nebensächlicher Armut und Hinterhofstimmung. Die Dramatik der vergessenen Sozialhilfeempfänger verdichtet sich durch die Zeit, die hier für jeden anders ticken müsste. So braucht es bei einem ein Jahr der Ohnmacht, bei dem anderen fünfzehn, bei wieder einem anderen eine gänzlich andere Definition. Ämter und Behörden kennen diesen Stillstand nicht und geben für schlechter Eingestimmte kompromisslos eine Abwärtsspirale vor. Die Folgen davon kann man eindringlich hinter den Fassaden Freiburgs sehen: Bio-Kiffen für fünf Minuten Himmel.

Regie: Katrin Gebbe
Drehbuch: Thomas Wendrich
Darsteller: Heike Makatsch, Angela Winkler, Emilia Bernsdorf, Max Thommes, Holger Kunkel, Christian Kuchenbuch, Julika Jenkins, Rosemarie Röse, Pierre Siegenthaler, Jörg Pose, Jochanah Mahnke, Tabea Hug, Michael Moritz, Oskar Bökelmann, Anna-Lena Klenke, Michaela Caspar, André Benndorff

Gesneakt: Eddie the Eagle – Alles ist möglich (2016) von Dexter Fletcher

Das auf wahren Begebenheiten beruhende Biopic Eddie the Eagle handelt von Eddie Edwards (Tom Courtenay), dessen Wunsch es ist, zur Olympiade zu fahren. Mit welcher Sportart? Egal, Hauptsache Olympiade. In jungen Jahren, ist sein Knie zu instabil, weshalb er eine Schiene tragen muss, die seine Ärzte zu der Aussage nötigt, er möge doch lieber das Lesen anfangen und nicht mehr an Sport denken. Es ist allerdings ausgerechnet ein Buch über olympische Erfolge, dass dem jungen Eddie in die Hände gerät und aufgrund dessen man ihm den Wunsch, Olympia-Teilnehmer zu werden, nicht mehr ausreden kann. Der Schiene bald entledigt, enden mehrere Fehlversuche im Garten, mit leichten materiellen Schäden, aber nichts Ernstem. Während seine Mutter nicht bereit ist, ihn zu entmutigen, drängt sein Vater ihn dazu, Maurer zu werden und den Unsinn endlich sein zu lassen. Eddie aber denkt gar nicht daran aufzugeben und so landet er, mit den Ersparnissen der Eltern sowie deren Wohnmobil, in Deutschland, mit dem nun endgültigen Wunsch, Ski-Springer zu werden, da aufgrund seines Rauswurfs, Abfahrtsski nicht mehr in Frage kam.

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Tatort: Im gelobten Land (2016) von Züli Aladag

Tatort Stuttgart, Folge 976

Der neueste Tatort aus Stuttgart beweist kritischen Verstand und büßt dabei nicht an Unterhaltung ein. Bortz (Felix Klare) und Lannert (Richy Müller) sind eigentlich einem Drogenboß, auf der Spur, als sie vor einem von der Drogenfahndung zu observierenden LKW stehen.

Lannert, der die ganze Zeit über nervös wirkt, hatte wohl eine Vorahnung von dem, was gleich kommen wird. 23 Leichen. Flüchtlinge. Erstickt. Lannert, ist es auch, der sofort losstürmt und sich auf die Suche nach Kostic begibt, während Bortz noch in alten Querelen zwischen den beiden verharrt und eine andere Spur aufnimmt. Beide mit einer traurigen Gewissheit im Rücken: Hätten sie nicht so lange observiert, wären die Einreisenden noch zu retten gewesen. Lannert wird indessen schnell fündig und muss sich nun gegenüber Milan Kostic (Sascha Alexander Gersak) und seiner Schwester Mitra (hervorragend: Edita Malovcic) behaupten, während die ehemals geflohene Afrikanerin Lela (Florence Kasumba), angeschossen von Milan Kotic, zwischen den dreien steht und sich fragt, ob ihre Angehörigen auf der Flucht noch leben. Bortz merkt Lannerts Verschwinden und ist ihm mit dem Zivillisten und Übersetzer Jamal (Orhan Kilic) auf der Spur.

Das nun folgende einnehmende Kammerspiel zwischen den vier Beteiligten um Hauptkommissar Lannert, offenbart diesem einen differenzierteren Blick auf die beiden Schleuser und wirft ihn in leise, unstillbare Konflikte. Selbst geflüchtet, geben beide Geschwister Mitgefühl als treibende Kraft ihrer Aktivitäten an, während Lea, getrieben von ihrer Angst um ihre Angehörigen, nicht weiß, wem sie eigentlich noch vertrauen kann. Sie hat ihrer Heimat nicht nur den Rücken gekehrt, sondern jegliches Vertrauen in Rechtsstaatlichkeit verloren, was das Fundament ihrer Zerrissenheit ist. Auch Bortz, auf der Suche nach seinem Kollegen, kann sich Fragen nach Beruf und Berufung nicht verschließen.

Tatort Stuttgart stellt hier ein aktuelles sozialpolitisches Thema in den Vordergrund und beschäftigt sich zudem mit der Frage, ob Schleuser wirklich so abgebrühte Menschen sind, wie man meinen würde und wie man sie uns medial verkauft. Abseits davon, dass schon die Fragestellung mutig und aktuell gestellt ist, bleibt auch die Umsetzung dessen nicht weit zurück. Was ist Recht und Rechtsstaatlichkeit und was ist Beruf und Berufung innerhalb dieses Systems? Zwischen Kammerspiel und Fahndung werden Fragen aufgeworfen, die es in Zukunft zu beantworten gilt. Völlig frei von Kitsch und Pathos führt uns dieser Tatort vor Augen, dass eben nicht alles schwarz/weiß innerhalb der Flüchtlingsproblematik ist und sein kann. Atmosphärisch kompakt, mit mitreißender Kameraführung und einem herausragenden Richy Müller hebt sich dieser Tatort wohltuend von seinen thematisch ähnlichen Kollegen ab. Es sind die leisen Konflikte, die in unseren Ohren klingeln und diesen Tatort brisant machen.

Regie: Züli Aladag

Drehbuch: Christian Jeltsch

Darsteller: Richy Müller, Felix Klare, Christian Koerner, Edita Malovcic
Orhan Kilic, Sascha Alexander Geršak, Carolina Vera ,Jürgen Hartmann, Florence Kasumba, Babak Sayyar

Musik: Enis Rotthoff

Kamera: Andreas Schäfauer, Christoph Schmitz

Tatort: Du gehörst mir (2016) von Roland Suso Richter

Folge 975: Ludwigshafen

In einem Parkhaus finden die getrennt anreisenden Ermittler aus Ludwigshafen, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe) und Johanna Stern (Lisa Bitter), eine männliche Leiche vor. Bodybuilder. Vermutlich steroidabhängig. Überfahren. Dieser steht durch eine DNA-Analyse im Verdacht, ein junges Mädchen vergewaltigt und ins Koma geprügelt zu haben. Vorher schlägt Kopper der Forensik noch ein Schnippchen, indem er an den Tatort pinkelt.

Man muss sich auch nicht weiter am Fall aufhalten, da dieser dank der Ermittlungsarbeit völlig in den Hintergrund gerät. Gezeter, Gejammer, Anfeindungen und ein vermutlich hochgradig abgenervtes Fernsehpublikum wünscht sich nach spätestens 20 Minuten nur noch eines:. Möge diese figürliche Ausgeburt einer Hybris doch endlich ab- und umziehen. Nein, es macht wirklich keinen Spaß mehr. Und dieses Mal ist das besonders schade.

Visuell kommt der Tatort aus Ludwigshafen nämlich ganz stark. Eine wunderbar dichte Atmosphäre wird hier nur durch die Kamera erzeugt, überbelichtete Szenen, als ob die im Koma liegende Marie Rainders (Elisa Afie Agbaglahi) selbst über die Ermittlungen wacht und ihre in smartphone cams getauchte Vergangenheit. Schön. Schade. Schön schade.

Fazit: Überbelichtetes Gewand, unterbelichtete Story!

Tatort: Sternschnuppe (2016) von Michael Riebl

Folge 974, Wien
Joa mei, lustich seins die beiden. Was kommt denn da aus dem schönen Österreich? Nicht viel. Leider. Zwischen sexuellen Vorlieben, dünnen Nummern und VW-Werbung ist ein großes Nichts. Für ein bisschen Erheiterung sorgen die beiden Kommissare Fellner und Eisner, aber auch diese fällt mitunter ins Bodenlose, wie auch das eigentliche Opfer. Ansonsten bietet der Tatort hier alles, was einen kläglichen Tatort ausmacht: Wir haben einen völlig überzogenen, und daher unglaubwürdigen Tathergang, Schmalz, der in doppelter Hinsicht aus den Ohren trieft und die mittlerweile obligatorische Sinnkrise der Kommissare. Der einzige, der an diesem Fall Spaß gehabt haben dürfte, hängt tot an den Seilen, pardon: in den Seilen.

Also: Klischee-Schublade raus und alles herausgekramt! Wolln ma gucken, was sonst noch so drin is:

Abgegriffenes Thema: Nur noch Casting-Show übrig- nehmen wir!
Angedeutetes Techtelmechtel der Kommissare- Warum nicht!
Einseitige Charaktere – Das hat noch immer funktioniert!
Betroffenheits-Maschinerie- gut, dass die noch da war!
Preis für den wirklich dümmsten Titel des Jahres – ist uns schon mal sicher!

Zu guter Letzt die nötige Prise Sozialkritik und Romanze ins Auto, dann kommt auch das wieder auf Touren. Abgesoffen? Nein. Wirklich zu blöd. Der VW Marketing Abteilungsleiter sollte sich schon mal nach einem anderen Posten umsehen.

Tatort: Hundstage (2016) von Stephan Wagner

Dortmund, Folge Nr. 973

Der Tatort aus Dortmund entschädigt allemal für Saarbrücken. Das Team um Faber, Bönisch, Dalay und Kossik hat es selten leicht. Mangelnde Wertschätzung und Querelen prägen die Ermittlungen, die teilweise überzeichnet, in diesem Teil aber höchst unterhaltsam waren. Derentwegen und aufgrund des „Diszis“ landet Faber dieses Mal beim Psychologen. Dieser Polizeipsychologe reiht sich auch sofort in die Reihe derer ein, die Faber mal am A…. lecken können, mit viel Luft nach unten oder oben (Peter Lech könnte das Team durchaus bereichern). Um bei den Psychologen zu bleiben: ein Wiedersehen mit Frieda Jung gibt es auch, allerdings spielt ihre Verkörperung dieses Mal die Frau des Mordopfers, mit der Fr. Bönisch noch nicht im Grünen ist. Auch in dieser Familie hängt der Haussegen schon lange schief. Dalay und Kossik verharren in ihren alten Problemen. Faber und Böhnisch erschaffen neue, und Vergangenes wird gleich mitbearbeitet. So baden wir in Konflikten, Ressentiments und Reibereien. Nebenbei wird auch noch ein Mord aufgeklärt.

Die Verknüpfung der aufgeladenen Situation, in der ermittelt wird, gelingt hier deutlich besser, als in den vorigen Fällen dieser Truppe. Viel stimmiger und auch ansprechender präsentiert sich auch die ganze Aufmachung und auch die Glaubwürdigkeit erhält wieder einen Platz, jedenfalls, wenn man das Ende außer Acht lässt.