Nebel im August (2016) von Kai Wessel – Die Geschichte von Ernst Lossa

Im Rahmen des Filmstöberns entdeckt und somit wenig Ideen gehabt, was dort auf mich zukommt. Nebel im August ist ein berührendes Drama, dass mit starken Schauspielern aufwartet und den Blick auf einen Teil der deutschen Geschichte lenkt, der zwar bekannt, aber nicht so häufig bebildert ist.

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10 Cloverfield Lane (2016) von Dan Trachtenberg und das Problem mit dem Umkehrschluss

Bei Hunden mit meist breiten und kurzen Köpfen gibt es ein Phänomen, das sich reverse sneezing, also umgekehrtes Niesen nennt. Dabei wird in kurzer Zeit geräuschvoll Luft durch die Nase eingesogen, bis der Anfall vorbei ist. Für den Hund ist das fast immer ungefährlich, für den Filmschaffenden kann es jedoch zum Problem werden. 

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Room (2015) von Lenny Abrahamson

—Spoiler ahead—

Wenn der kleine Jack (Jacob Tremblay) morgens seine Augen aufschlägt, blickt er neugierig umher, als sehe er zum ersten Mal seine Umgebung außerhalb des alten Bettes, auf dem er liegt. Durch Raum gehend, begrüßt er die Einrichtungsgegenstände und schnell wird dem Zuschauenden klar, dass die Verhältnisse in denen Jack lebt, alles andere als ideal sind. Außer dem Bett, gibt es noch eine Küchenzeile, ein winziges Waschbecken, eine alte Badewanne sowie einen Schrank. Aufgeregt über den bevorstehenden Tag, weckt Jack seine Mutter Joy „Ma“ Newsome (Brie Larson), denn er wird an diesem Tag fünf Jahre alt…

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Der Marsianer-Rettet Mark Watney (2015) von Ridley Scott

„Der Marsianer“ fußt auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir und handelt von Mark Watney (Matt Damon), einem Astronauten und Botaniker. Dieser bleibt während einer Mars-Mission am Tag 18 (Sol 18) unter unglücklichen Umständen zurück und muss, auf sich allein gestellt, sein Überleben sichern. Mittels persönlichem Logbuch und Selbstgesprächen erfahren wir von seinem Plan, sich 4 Jahre lang über Wasser zu halten, um am Ende dieser, die Raumstation Ares IV zu erreichen und mit der dortigen Crew wieder zur Erde zu kommen. Es soll ein langer Weg werden.

Als einziger Mensch auf dem roten Planeten, zeigt sich Watney sofort von seiner derben Seite. Das einzige, was ihm in seiner Erkenntnis noch zu sagen bleibt, ist: „Fuck“. In Anbetracht der Lage mehr als angemessen und nahezu gemäßigt. Statt zu verzweifeln, überlegt er sich nun aber, wie er zu Nahrung und Wasser kommt. Ist es beim Wasser noch ein komplizierter Prozess, wird es beim Essen schon einfacher. Mars-Erde + Crew-Exkremente= Kartoffeln. Durchkalkulierte, auf 4 Jahre ausgelegte Feldarbeit.

Mittels eines persönlichen Logbuchs zeichnet er diese und andere Vorhaben auf. So ersinnt er im Laufe vorüberziehender Sols auch einen Weg mit der NASA zu kommunizieren, was nicht nur der NASA gefällt, sondern der ganzen Welt, die nun an dieser Misere teilhaben darf. Allein auf einem Planeten und die ganze Welt fiebert mit.

(Wer sich dafür interessiert, was Watney der NASA in der Romanvorlage übermittelte, nachdem sie ihn darauf hinwiesen, gemäßigtere Worte zu finden, der wird am Ende fündig)

Diese ganze Szenerie wirkt vorerst so unwirklich, dass man meinen könnte, man stecke in einem Wunschbild von Watney, der davon träumt Astronaut zu werden oder einem Traum der NASA, die fortan nur noch Bauern ins All schießt. Denn die Erwägung des Survival-Dramas kontert hier mit flotten Sprüchen, menschlichem Geschick und viel Erfindungsreichtum, ganz gemäß des hochgelobten technischen Feingefühls der Romanvorlage. Durch die anhaltende filmische Umsetzung selbiger, befindet man sich in einem immerwährenden Kontrast, der einem ein inneres Schmunzeln aufzwingt. Alles verkommt zur Farce, ohne jemals surreal zu sein. Selbst Anspielungen auf Fantasy-Verfilmungen wirken hier nicht deplatziert, genauso wenig wie Watney, der eben auf einem Planeten hockt und darauf wartet, dass ihn jemand abholt.

Sich dieser komischen Situation durchaus bewusst, verhält er sich nur folgerichtig und sorgt nicht nur bei der NASA für viel Erheiterung. Vor allem deshalb, verliert dieser Film nicht an Authentizität, sondern bildet ungehemmt eine mögliche Realität ab.

Die Rettung von Mark Watney ist großes Unterhaltungskino, das nicht auf profane Effekte setzt, sondern Einfallsreichtum, vor sich hinschleichende Spannung und subtilen bis frechen Humor in den Vordergrund stellt. Die homerische Odyssee bekommt hier einen aktuelleren Anstrich und wird über Schmerzgrenzen hinaus ausgereizt. Das Leben ist manchmal schrecklich banal und überdies vernetzt. Man kann nur damit umgehen und aufpassen, dass man nicht in seine eigenen Exkremente tritt.

„Seht mal da! Zwei Titten! –› (.Y.)“

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: Drew Goddard

Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain, Kate Mara, Kristen Wiig, Sean Bean, Sebastian Stan,Chiwetel Ejiofor, Mackenzie Davis, Benedict Wong, Donald Glover

Beitragsbild: © Twentieth Century Fox of Germany GmbH