Happiness (2016) von SABU – Der Antrieb unserer Erinnerungen

Vörred: SABU-Filme wurden mir im Vorfeld als sehenswert angekündigt, weshalb ich auch beide, auf dem Nippon-Festival vertretende Filme mitgenommen habe. So ist der Regisseur mit Mr. Long und Happiness gleich zweimal repräsentiert gewesen. 

Döntjes: Happiness für mich -> Ich habe endlich einen zweiten Film für meine Kategorie zweckentfremdet gefunden!

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Rubinrot (2013) von Felix Fuchssteiner – Mir fehlen die Worte

Wie das manchmal so ist. Man liegt wach, kann nicht schlafen. Kurz durch die Streaming-Dienste huschen und gucken, was im Angebot ist. Etwas Leichtes sollte es sein, aber auch etwas, was ich noch nicht gesehen hatte. So kam mir Rubinrot auf den Bildschirm und ich dachte so: Leichte Fantasy, naja, kann man nun nicht soviel verkehrt machen. Außerdem meinte ich mich zu erinnern, dass die Bücher sehr erfolgreich waren.

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Tatort (2016) Das Recht, sich zu sorgen von Andreas Senn

Tatort Nürnberg, Folge 988

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BR/ Claussen + Putz GmbH/ Hagen Keller

Nach „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“, nun der zweite Tatort aus Nürnberg. Hauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel; mittig im Bild) und Kollege Felix Voss (Fabian Hinrichs; links im Bild) bekommen es dieses Mal gleich mit 2 ½ Fällen zu tun. In einem Wirtshaus findet Steffi Schwinn (Barbara Prakopenka), die Tochter des Wirts Holger Schwinn (Jörg Witte) ihre Mutter erwürgt auf. Alles deutet sofort auf ihren eigenen Vater hin. Beim zweiten Fall handelt es sich um eine Ermittlung in Anatomie-Kreisen, wo ein Schädel nicht zum Skelett passt und sich Professor Magdalene Mittlich (Sibylle Canonica) vom Anatomischen Institut der Würzburger Universität große Sorgen um ihren Ruf macht. Sorgen macht sich auch eine andere Mutter: Lydia Eichbaum (Tessie Tellmann), die Tag für Tag vor dem Präsidium auftaucht und am Empfang darum bittet, ihren Sohn suchen zu lassen, der seit drei Monaten verschwunden ist und schließlich vor dem Präsidium campiert.

Der zweite Tatort aus Nürnberg kommt mit thematischen Überbau, der drei lose Geschichten miteinander zu verbinden sucht. Als Überschrift deklamiert der Titel das Recht, sich Sorgen zu machen. Und Sorgen sind es viele. Die Wirtstochter, die die elterliche Ehe auseinanderbrechen sieht, ein Paar, das sich um die Aufdeckung ihres Geheimnisses sorgt, die Anatomie-Professorin und schließlich besagte Mutter, die sich um ihren Sohn sorgt. Am Anfang noch nicht miteinander verbundene Ausschnitte verbinden sich zum Ende hin zu einem Ganzen. Gelingt die anfängliche Verknüpfung noch gut (großartig: „I can‘t stand the rain…“), wird zum Ende hin die Luft abgelassen, um der Thematik mehr Raum zu geben, was nur bedingt gelingt, aber ein schöner Ansatz ist. Überhaupt dürfte der Tatort Nürnberg, sofern er noch eine fränkische Schippe oben drauf legt, sehr sehenswert sein, da dieses Team wesentlich besser und unaufgeregter miteinander harmoniert, als andere.

Als Antwort auf all die Sorgen wird in diesem Tatort letztlich das Recht zu trauern angeführt, da fast alle Beteiligten an etwas festhalten, dass sie innerlich aufreibt. So lautet das schöne, aber auch etwas schwermütige Fazit: Manchmal muss man sich von etwas trennen oder lösen, um wieder Fuß fassen zu können.

Regie: Andreas Senn

Drehbuch: Beate Langmaack

Kamera: Holly Fink
Schnitt: Vera von Appeldorn
Musik: Fabian Römer

Darsteller: Dagmar Manzel, Fabian Hinrichs, Eli Wasserscheid, Andreas Leopold Schadt, Matthias Egersdörfer, Stefan Merki, Benjamin Griebel,  Jan Krauter, Frank Scharrer, Sibylle Canonica, Theresa Hanich, Tania Carlin, Nils Strunk, Yohan Kirschner, Karolina Lodyga, Lotti Kreitmeyr, Barbara Prakopenka, Jörg Witte, Sonja Tille, Tessie Tellmann, , Nadine Badewitz

Erinnerungen an Marnie (2014) von Hiromasa Yonebayashi

Anna ist 12 Jahre alt und ein in sich gekehrtes Mädchen. Zudem hat sie Asthma, was zu ihrer verquerten Sicht führt, dass sie eine Belastung für andere Menschen darstellt. Immer mehr zieht sie sich zurück, was zur Sorge ihrer Pflegemutter Yoriko beiträgt. Diese schickt sie daraufhin zur Erholung zu ihren Verwandten Kiyomasa und Setsu nach Hokkaidō. Dort angekommen durchstreift sie die Gegend und findet bald eine alte Villa, die sie in ihren Bann zieht. Zwischen Traum und Realität schwankend, entfaltet sie die Geschichte Marnies, eines kleinen blonden Mädchens aus der Villa und freundet sich mit ihr an.

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